Vielzimmerwohnung – Episode 2 – die These zur strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit
Vielzimmerwohnung – Episode 2 – die These zur strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit

Vielzimmerwohnung – Episode 2 – die These zur strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit

Hauptquelle: “Das verfolgte Selbst”, Junfermann 2008
Selbst
Identität
Persönlichkeit
Epigenetik und transgenerationale Weitergabe von Traumata
Buchtipp „Das Gedächtnis des Körpers„, Joachim Bauer

2 Kommentare

  1. Blaetterfall

    Vielen Dank. Das war sehr spannend.

    Ich hatte mal in einer mündlichen Philosophie-Prüfung an der Uni in Existenzphilosophie das Problem, dass ich nicht verstanden habe was der Dozent von mir will. Und er hat mich nicht verstanden. Im Nachhinein weiß ich, dass er auf Identität hinauswollte. Doch wir konnten jeweils nicht begreifen was das Gegenüber jeweils darunter versteht. Heute weiß ich woran das lag. Ich tue mich immer noch sehr schwer mit dem Identitätsbegriff, obwohl ich ihn auf andere Menschen schon anwenden kann. Für mich passt er einfach nicht, weil ich halt nicht alleine BIN. Mein Sein ist eigentlich nicht meins, sondern unseres. Ich empfand es aber immer als sehr beruhigend, dass einige Philosophen es nicht logisch fanden einfach von einer Konstante in der eigenen Existenz auszugehen. Ich fand die Aussage, dass man nicht zweimal in den selben Fluss steigen kann, immer sehr offensichtlich richtig.

    Ich habe mal eine Frage an euch Rosenblatts:
    Warum verwendet ihr immer den Begriff „wir“? Bei mir/uns ist das so: Wir empfinden uns als so unterschiedlich, dass wir nur selten einen gemeinsamen Standpunkt vertreten können und nur dann passt das Wort „wir“ (wie in diesem Satz zum Beispiel). Wenn es um unsere Neuronen und Hormone geht, den physischen Körper in der äußeren Welt können wir von uns sprechen. Oder halt, wenn es um das ganze Sein geht. (s.o. Ich weiß allerdings nicht wie ihr den Begriff Sein bei euch besetzt.) Wenn es jedoch um Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Bewusstsein, Ansichten usw. geht, kann ich nur „ich“ empfinden. Natürlich weiß ich, dass wir zusammenhängen. Aber ich weiß das auf einer sehr rationalen Ebene von außen betrachtet. Von innen heraus fühle ich uns so verschieden und weit auseinander, dass ich nicht gerne „wir“ sagen möchte. Fühlt ihr euch Alle jeweils „wir“ oder fühlen sich Manche von euch „ich“?

    Ich fand euer Bild mit der Sonnenblume übrigens sehr schön zum Erklären. Ich verwende gerne das Bild einer Maschine mit Zahnrädern. Die Sonnenblume finde ich aber tatsächlich noch viel passender (und schöner).

    Ich werde bestimmt noch eine Weile über euren Podcast nachdenken.

    Ach ja, zu der Frage, ob zuerst die Persönlichkeit oder die Identität da war: Mein Freund (nicht viele) meint, dass das unter normalen Umständen bei allen Kindern gemeinsam geschieht, also sich bedingt. Also dass da bei allen Kindern zuerst viele Ich-Zustände sind und sich gemeinsam mit der Persönlichkeit eine geschlossene Identität entwickelt. Es sei also eine Henne- oder Ei-Frage. Weiß ich aber nicht…

    1. Hallo Blätterfall
      Wir nehmen die Frage nach dem „wir“ und „ich“ mal mit in eine eigene Episode – beantworten die Frage aber auch schon ein bisschen in der dritten Episode der Vielzimmerwohnung“.

      Danke fürs Zuhören und mit.teilen!

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