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Viele-Sein – Episode 65 –

der heile Kern - mit Clara

"In jedem Menschen gibt es einen heilen Kern", so eine Annahme, die weit verbreitet, aber nicht von allen Vielen auch angenommen ist.
Clara haben ihren heilen Kern wieder_entdeckt und erzählen Hannah, was das genau ist und für sie bedeutet.

 


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13 Gedanken zu „Viele-Sein – Episode 65 –

  1. Lia-Lani

    Danke euch!!! Danke Clara… es ist -auch für uns- ein soooo spannendes Thema und wir merken, wie gerne wir über Themen wie jenes uns intensiver mit Menschen austauschen würden… anderen zuhören. Danke. Wir sind (auch) sooo überzeugt, dass wir einen Kern haben… heiler Kern wird er oft genannt, wir nennen wir ihn gerne „göttlichen Kern“, ohne damit an einen christlichen (oder anderen) Gott zu denken… spannend fanden wir die Sequenz und Frage, ob jener Kern ein (Innen-) Anteil ist, eine Eigenschaft oder etwas außerhalb des Eigenen… während des Hörens überlegten wir, wie wir es anderen Menschen zu beschreiben versuchen würden und uns kam (das kann morgen schon wieder anders sein, aber heute passend): „Quelle von Weisheit“… in uns drin, und doch kein Teil von uns. Doch manche von uns sind jener Quelle näher und andere haben keinen Plan und Zugang davon… „Weisheit“ verbinden wir auf jeden Fall mit dem, was wir „Kern“ nennen… Weise… um so näher wir uns diesem Kern befinden, um so „integrierter“ fühlen wir uns, gemeint als: Um so gleichzeitiger können wir Fühlen, Denken und Handeln und alles Wahrnehmen, auch den Körper und andere Innens. Um so entfernter wir von jenem Kern sind, um so dissoziierter… Ist nicht so, dass wir da planvoll hinwechseln könnten, an jenen Kern, diese Quelle in uns, doch das ist so unser Wunsch, diesem Kern möglichst nah zu sein… weil wir uns dann gut fühlen… „rund“, überhaupt fühlend und wahrnehmend.
    Okay… erstmal weiterhören 😊 (Minute 23)
    Auch der zweite Teil soooo großartig!! Danke Clara fürs Erzählen, danke Hannah fürs Einladen anderer und die Arbeit, die in all dem steckt… Auch ein sooo tolles Thema: Hat dieser innere Kern auch Auswirkungen auf das Leben in Vielfalt? Beinhaltet dieser Kern, so kommt es uns grad, auch Vertrauen, mit dem dann, so „Aktionen“ wie ihr, Clara, sie schildert und wir sie auch kennen, dass Innenkinder dann nach außen kommen dürfen, sich trauen, sich anderen Menschen zuwenden… und gleichzeitig eben auch jene Leugner-Zweifler etc „Platz machen“, auch vertrauen, dass es okay ist, dass sie sein dürfen, auch im Außen, anderen Gegenüber… für uns ist das stimmig, auch wenn wir es bisher so nicht formuliert haben, dass durch die „Anbindung“ an diesen inneren Kern, das Sein und Zulassen der Vielfalt leichter wird, weil wir FÜHLEN (in Anbindung an den weisen Kern), dass es okay ist, dass es sein darf… und wir sozusagen diesem inneren Kern, von dem aus wir das okay fühlen, vertrauen.
    DAAANKE euch!!

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    1. Rosenblatts

      Hey Julia, wenn du das nächste Mal Probleme mit dem Abspielen hast schreib dazu, was nicht funktioniert und wie du uns hörst. Dann können wir besser helfen, die Lösung zu finden 😊

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  2. im Auftrag von Mou

    Hallo Hannah,

    danke für euren Mut, dass ihr ein Gespräch über das Konzept von „DEM“ Heilen Kern geführt habt.

    In unserem Denken kann es keinen Heilen Kern im Sinne eines nur guten, reinen, heilen Irgendwas geben; schon gar nicht könnte ein solcher Heiler Kern unserem Empfinden nach ein „nur guter“ Anteil von Vielen sein; denn kein Anteil kann nur gut sein – auf der menschlichen Ebene gibt es kein nur gut. Vorstellungen von „Heiligen“ oder „Erleuchteten“ (Menschen), die in die Richtung gehen, sind unserem Empfinden nach Erlösungsphantasien von Menschen, die nicht wahrhaben wollen, dass jeder Mensch mit inneren Schmerzen, unliebsamen Gefühlen usw. umzugehen hat. Solche Erlösungswilligen stellen sich lieber einen menschlichen „Idealzustand“ vor – das Ideal eines von jeglichem Schmerz und „Negativität“ befreiten Menschen, der quasi die „reine Seele“ verwirklich hat.

    Wir, Mou, können uns auch nicht vorstellen, dass der Heile Kern so etwas ist wie die „reine Seele“, ein „göttlicher, unauslöschlicher Funke“, ein „unzerstörbarer Kern“, das „wahre Selbst“ oder, wie schon gesagt, schon gar nicht ein „nur guter Anteil“ in uns.

    Aber was wir uns vorstellen können, ist, dass die Evolution allen Menschen eine Art Blaupause eingepflanzt hat (als DNA oder so), wie das menschliche Leben nach bisherigem Entwicklungsstand am besten funktioniert. Im Sinne der Evolution bedeutet „am besten funktioniert“ alles, was das individuelle Überleben und die kollektive Arterhaltung sichert. Aufgrund dieser Blaupause sind wir Viele geworden, um Komplexe Gewalt zu überleben. Aufgrund dieser Blaupause streben alle Menschen danach, dass sie sich besser fühlen, weil das Sich-besser-fühlen eben ein Beförderungsfaktor für Überleben bzw. den Lebenswille ist. Aufgrund dieser Blaupause konnte Clara instinktiv wissen, wie sie ihre Kinder „am besten“ behandeln, so dass sie sich gut entwickeln können, obwohl Clara zu dem Zeitpunkt ihre eigene „Negativ“geschichte noch nicht bewusst hatten und also nicht bewusst hätten gegensteuern können gegen das, was ihre ihr Eltern angetan hatten. Diese Blaupause kann jeder Mensch – egal, ob als Viele oder Ein-Mensch – abrufen.

    Folgendes Bild hinkt ein bisschen, aber vielleicht macht es trotzdem klarer, wie wir den Heilen Kern als Evolutions-Blaupause konzeptuell fassen: Der menschliche Körper ist die Hardware, die Evolutions-Blaupause ist das Betriebssystem und die Gefühle, Gedanken, Verhaltensmuster usw. sind die Software. Was an dem Bild hinkt ist, dass beim Menschen die Software sowohl die Hardware als auch das Betriebssystem verändern kann; denn wie wir alle wissen, verändern die Gefühle, Gedanken und Verhaltensmuster die Körperkonstitution und eben auch die DNA – bei letzterem denken wir z.B. an die transgenerationale Weitergabe von Traumata über die DNA. Das kann die Software eines Computers nicht :-).

    Zum Schluss möchte ich nochmal betonen: Die Evolutions-Blaupause ist unserer Auffassung nach bei allen wirksam. Egal, ob es nun Anteile im Innen gibt, die einen solchen Zugang zur Blaupause haben, dass sie sie für Imaginationen oder als Baugrund nutzen können, oder ob es keine solchen Anteile gibt - die Blaupause wirkt und durch sie versuchen wir alle, unser Leben besser zu machen.

    Sorry, klingt jetzt doch bisschen wie das Wort zum Sonntag 🙂 :-).

    Mou

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  3. dragonfighters

    Geht es bei dem "inneren Kern" nicht eher um so etwas wie einen Persönlichkeitskern, der unzerstörbar ist?
    So ist das bei UNS jedenfalls angekommen, es geht für UNS dabei nicht um etwas göttliches und reines, und auch nicht um etwas das gut oder böse ist...es geht eher um etwas, das von Anfang an in uns drin ist auf das wir uns zurückbesinnen /rückbeziehen können...
    Vielleicht ist das in ungefähr was ihr mit "Evaluationsblaupause" meint???

    Und Kompliment Hannah C. Rosenbaltt und den anderen Mitwirkenden für die Erweiterung des Formats!

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    1. Rosenblatts

      Danke 😊

      Ich glaube zur Frage, ob es ein Persönlichkeitskern ist, muss man sich darüber einig sein, was Persönlichkeit konkret ist. Ich finde die psychologische Definition davon schon nah an dem, was Mou beschreiben - aber häufig dann doch als sehr viel feststehender behandelt. Also, als wäre Persönlichkeit gesetzt und könnte eben nie verändert werden.
      Das macht es dann schwierig zu überlegen: Was ist der Kern?

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    2. Mou

      Hallo Dragonfighters, vielen Dank für euer Weiterdenken der Blaupause als Persönlichkeitskern. Könnt ihr kurz beschreiben, wie ihr „Persönlichkeitskern“ auffasst? Ist der Kern was Feststehendes für Euch? Ist ein solcher Kern bei jedem Menschen gleich oder individuell unterschiedlich? Was/wie ist der Kern für euch, wenn eben nicht was explizit reines, gutes? Und wie beziehen sich eure Anteile auf diesen Persönlichkeitskern? Alles sehr spannend. Danke auch an Hannah fürs Zusammendenken!

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  4. dragonfighters

    Hmmmmm….ich finde uns und unsere Gedanken zu dem Kern tatsächlcih auch sehr in dieser Evaluationsblaupause wieder….
    Wenn Persönlichkeit etwas feststehendes wäre, dann wäre es ja nicht möglich sich weiter zu entwickeln, oder habe ich euch falsch verstanden?

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  5. Mou

    P.S.: Ein paar von unseren Kleinen haben sich beschwert, dass sie beim Kommentar-Schreiben nicht gefragt wurden, aber dass sie was zu dem Thema zu sagen haben. Wir, Mou, fassen ihren Input mal zusammen: Jede von ihnen konnte, als „ihre“ jeweilige Gewalt anfing, neben dem Schock spüren, dass das nicht richtig ist, was da passiert. Dieses Wissen, dass das „richtige“ anders ist als das, was gerade passiert, war wie ein schimmerndes Licht, eine Verheißung, dass es da ein anderes, richtiges Leben gibt, wo so etwas nicht passiert. Dieses Schimmern können sie auch heute noch abrufen, obwohl sie die Verwirklichung dieses anderen, richtigen Lebens noch nie irgendwo draußen gesehen haben oder gar selber erlebt haben. Dieses Schimmern hat ihnen Kraft gegeben, weil da eben nicht nur das war, was war, sondern auch was anderes. Das änderte aber nichts daran, dass sie das Leben mit Gewalt, so wie es war, als gegeben hingenommen haben. Naja, was hätten sie auch tun sollen, zumal die Anteile, die die Täter*innen schützten, sie in Schach hielten/halten. Das Schimmern ist für sie sowas wie der Heile Kern.

    Und noch ein Nachtrag von Mou für alle Viele, die den Heilen Kern spüren können: Die Trauma-Therapeutin Verena König bietet auf ihrer Homepage unter der Rubrik Meditationen (https://verenakoenig.de/meditation) kostenfreien Zugang zu über 100 geführten Meditationen, die alle früher oder später den Heilen Kern/Herzenskristall zum Kraft tanken usw. imaginieren.

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    1. Rosenblatts

      Dieses Schimmern und Empfinden kennen wir auch - haben es uns bisher aber immer eher als mentale Flucht oder Hoffnungsphantasie oder Selbstberuhigungsidee eingeordnet.
      In dem Zusammenhang würde ich denken, dass sich so etwas herstellen zu können, obwohl gerade alles schlimm ist oder sogar Lebensgefahr besteht, so etwas wie einen heilen Kern erfordert. Oder etwas heil gebliebenes.

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      1. Mou

        Oder eben so etwas wie die Evolutionsblaupause. Unsere Kleinen glauben nämlich, dass dieses Schimmern, dieses diffuse Wissen um ein richtiges Leben inhaltlich von dem Heilen Kern, der Evolutionsblaupause gespeist wird.
        Die Kleinen sind übrigens völlig aus dem Häuschen, weil sie sich – vermittelt über uns – zum ersten Mal mit jemand draußen austauschen.
        Vielen Dank Hannah und vielen Dank Dragonfighters, dass ihr unserem Konzept von Evolutionsblaupause gedanklich folgen könnt. Das bedeutet uns viel, dass wir nicht allein mit solchen Überlegungen und Empfinden sind.

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