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Ein Format von Vielen – Episode 10 –

zum Glauben ans Vielesein und sich selbst

In dieser Episode gehe ich auf einen Kommentar ein, der sich mit der Frage an uns wendet, wie wir zu einer Anerkennung oder auch Glauben der Diagnose gekommen sind.

shownotes:
Viele-Sein Episode 39

5 Gedanken zu „Ein Format von Vielen – Episode 10 –

  1. Micha Hei

    Hey,
    Eben Euer Podcast gehört. Hat bei mir geruckelt und es wurde deutlich, warum es hier so schwierig ist mit der Anerkennung des Traumas und der Diagnose…
    Danke

    Antworten
  2. some_of_many

    hey, danke für die spannende episode, die uns sehr viel gebracht hat. wir haben die DIS-diagnose seit 2001 oder 2002, und wir haben immer noch immer wieder diese zweifel-phasen. manchmal (seltener) daran, viele zu sein, weitaus häufiger an den erinnerungen an traumatisierungen, die damit verknüpft sind. und zu hören, dass auch du schon lange diagnostiziert bist, und dass auch, di/er sich immerhin als viele-mensch ein stück weit in die öffentlichkeit wagt, diese phasen noch kennst, gibt uns ein gefühl von wiedererkennung, widerspiegelung.
    wir haben tatsächlich erst jetzt, im laufe diesen jahres, begonnen, das vielesein insofern zu akzeptieren, als dass wir aufhören, uns damit abzustrampeln, eine identität von halbwegs einheitlichem selbst herzustellen zu versuchen. sondern im gegenteil unser vielesein als gegeben zu akzeptieren, als ausgangspunkt, von dem wir die welt sehen und handeln, und das hilft uns gerade enorm. es bedeutet auch, dass wir gerade sichtbarer werden als viele-mensch; nicht durch vieles und sehr sichtbares wechseln, sondern durch kompromissloseres wir-sind-eben-viele-vertreten in manchen situationen.
    dieses uns-selbst-nicht -glauben kostet uns sehr viel kraft. und im falle unserer traumatisierungen hat es uns leider immer wieder angreifbar gemacht; war es ein einfallstor für die täter*innen, aber auch für andere formen von strukturell basierter gewalt, die eben in unserer gesellschaft mit professioneller unterstützung einhergehen kann.
    wir kennen das auch, uns immer mit vorsicht an professionelle unterstützer*innen zu wenden, weil wir angst vor dem haben, was kommen könnte, wenn wir selbst die kontrolle verlieren. das ist auf jeden fall (auch) realität, und es ist so vertrackt, dass es gleichzeitig so ineinander greift mit dem, was täter*innen früher immer behauptet haben, was uns passieren würde, wenn wir sichtbar werden.
    was uns total berührt hat war die passage mit der selbstwirksamkeit im alltag. dieses gefühl, dass alles, was wir schaffen, zufall ist. das haben wir immer noch, wenn auch viel weniger als früher. wir hatten früher einen hund, den wir bis zu einem natürlichen tod aufgrund von hohem alter begleitet haben. aber wir haben immer noch träume, in denen wir uns panisch fragen, ob sie noch lebt, weil ich davon überzeugt bin, dass wir sie vernachlässigt haben. mittlerweile haben wir drei eigene kinder, die definitiv gut wachsen und gedeihen und bisher nicht belasteter wirken als andere kinder um sie herum, aber auch da haben wir immer wieder so eine ganz subtile angst, es nicht zu schaffen, oder diese tiefe verwunderung darüber, dass es ihnen immer noch wirklich gut geht. danke für dieses benennen der alltagsamnesien, und dass sie der grund dafür sind/sein können, dass sich immer noch vieles so unsicher und nicht-in-unserer-hand anfühlt.
    vielen dank für diesen podcast, und für euer sprechen und schreiben überhaupt. es bringt uns meistens sehr viel! mit guten wünschen für euer ankommen am neuen ort, paula.

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  3. Pingback: Was helfen könnte – Episode 10 – – Viele Sein

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